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Spielfilm von Leyla Bouzid: Schulprogramm im Rahmen des Arabischen Filmfestivals – empfohlen ab Klasse 9
Die in Paris lebende Lilia reist in ihr Geburtsland Tunesien, um ihren Onkel Daly zu beerdigen. Begleitet wird sie von ihrer Lebensgefährtin Alice, die in einem nahegelegenen Hotel unterkommt, damit Lilias Familie nichts von ihrer Beziehung erfährt. Selbst Lilias Mutter Wahida (Hiam Abbass) ahnt nichts von der Beziehung ihrer Tochter, mit der sie nicht nur Schande über ihre Familie bringen würde, sondern die in Tunesien sogar unter Strafe steht. Als Lilia während der mehrtägigen Trauerfeier erfährt, dass ihr Onkel unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommen ist, beginnt sie, eigene Nachforschungen anzustellen. Sie ist es leid, sich vom familiären Versteckspiel demütigen zu lassen, und dringt immer tiefer in die queere Subkultur Tunesiens und damit in ein Netz aus Geheimnissen ein, das nicht nur ihre Familie, sondern die ganze Gesellschaft umspannt. Die Geister der Vergangenheit weisen ihr dabei mit leiser Stimme den Weg.
Ein ergreifendes und elegant inszeniertes Familiendrama über Identität, Familie und die zerstörerische Kraft des Unausgesprochenen.
Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit Orient-Referentin Dr. Annette Krämer statt.
Tunesien, Frankreich 2026, 112 Min., Originalfassung (Arabisch, Französisch) mit dt. Untertiteln, FSK 0
Anknüpfungspunkte an die pädagogische Arbeit
Anmeldung bis 28.9.: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@lindenmuseum.de
In Kooperation mit:
€ 5 pro Schüler:in / 2 Begleitpersonen frei