Was ist ein Zombie? Ein Monster? Eine Figur aus Filmen? Oder etwas anderes? Was haben die Zombies mit Haiti zu tun?
Zombies begegnen uns überall: auf Kino- und Fernsehbildschirmen, in Comics, in Games, in unserem alltäglichen Sprachgebrauch. Was sagen sie über uns selbst aus, und vor allem, woher kommen sie? Diese Ausstellung begibt sich auf die Spuren der Ursprünge der Zombies und lädt dazu ein, das, was über diese Untoten gesagt und geschrieben wurde, neu zu betrachten.
Die Heimat der Zombies ist die karibische Insel Haiti. Bevor der Zombie zur globalen Figur aus Horrorfilm, Comic und Game wurde, bezeichnet der Begriff zombi hier einen Zustand, der mit der Vodou-Religion verbunden ist. Er ist aus der kulturellen Vermischung von west- und zentralafrikanischen Religionen, vorspanischen Glaubensvorstellungen sowie katholischen Einflüssen während der Zeit des Kolonialismus entstanden.
In Haiti bezeichnet zombi vor allem ein gefürchtetes Wesen, einen Untoten des Vodou, eine Person, die aufgrund eines schweren Verbrechens mit Hilfe von Drogen zur Arbeit verurteilt wird und starke Parallelen zur Versklavung von Menschen zeigt.
Gibt es diese Zombies wirklich oder sind sie nur dazu da, in der Gesellschaft durch die Androhung eines schlimmen Schicksals Ängste zu schüren? Welche Wirklichkeiten stehen hinter den Erzählungen über Zombies: religiöse Vorstellungen, Rechtsprechung, Macht, soziale Ängste? Diese Ausstellung nähert sich den ursprünglichen Perspektiven.