Zeit des Aufbruchs
Kuratorenführung in der Ostasien-Ausstellung mit Dr. Georg Noack ... mehr
Startseite > Ostasien


Seit 2024 glänzt die Kunst Chinas, Japans und Koreas im Linden-Museum in einem neuen Ambiente. Die Ausstellung präsentiert archaische Ritualbronzen aus dem alten China, Grabbeigaben aus der Zeit der Han- bis Tang-Dynastie (2. Jh. v. – 10. Jh. n. Chr.), buddhistische Kunst, Meisterwerke chinesischer Keramik, Lackkunst aus drei Jahrtausenden sowie Höhepunkte klassischer japanischer, chinesischer und koreanischer Malerei des 17. – 19. Jahrhunderts. Zudem sind Nachbauten eines japanischen Teehauses und eines traditionellen Wohnraumes zu sehen.
Grabkult und Jenseitsvorstellungen im alten China
Daran schließt sich der umfangreiche Themenkomplex Grabkult und Jenseitsvorstellungen im alten China mit Ritualbronzen und Grabbeigaben an. Das Modell einer Grabkammer vermittelt ein Bild der ursprünglichen Verwendung solcher Objekte. Da viele der frühesten Errungenschaften des alten China vor allem in den aufwändig gestalteten Gräbern höher gestellter Persönlichkeiten erhalten blieben, werden diese sehr alten Objekte auch bei uns in einem entsprechenden Zusammenhang präsentiert.
Chinesische Keramik
Einen wichtigen Schwerpunkt der Ausstellung bilden die Geschichte und Entwicklung chinesischer Keramik im Laufe der vergangenen 6000 Jahre. Sie beginnt dabei mit frühen Funden neolithischer Keramik – oft ebenfalls Grabbeigaben – und zeichnet durch die verschiedenen historischen Epochen des alten China die technischen Entwicklungen, Glasuren, Stile und Formen der Entwicklung bis hin zu hauchdünnen Kostbarkeiten aus feinstem Porzellan nach. Auch der Handel mit Keramik wird mit aus Schiffswracks geborgenen Objekten und für den europäischen Markt bestimmten Exportporzellanen thematisiert.
Japanische Interieurs
Japan ist ebenfalls mit Keramik (insbesondere Teekeramik), Textilien sowie Kunstgewerbe aus verschiedenen Materialien vertreten. Diese sind zum Teil in Nachbauten eines in Zusammenarbeit mit japanischen Architekten und Wissenschaftlern rekonstruierten Wohnraumes der späten Edo-Zeit (1603 – 1867), eines Lackateliers und eines Teehauses ausgestellt. Das Lackkabinett präsentiert Meisterwerke der Lackkunst Chinas, Japans und Koreas.
Zeit des Aufbruchs
Chinesische Malerei in der Ostasien-Ausstellung
ab 9. Dezember 2025
Im 19. und 20. Jahrhundert führten Handel und Kolonialismus dazu, dass das chinesische Kaiserreich vermehrt Kontakt zu Europa hatte. Während man sich in Europa der künstlerischen Moderne zuwandte, standen chinesische Maler:innen vor einer entscheidenden Frage: Wie konnten sie ihre reiche Tradition mit den neuen Stilen und Ideen verbinden? Die Antworten waren vielfältig: Einige übernahmen europäische Techniken, während andere bewusst an traditionellen Methoden festhielten. Diese Ära war nicht einfach durch den Gegensatz zwischen Ost und West definiert, sondern durch ein dynamisches Zusammenspiel verschiedener visueller Sprachen. Es war eine Zeit des lebendigen Austauschs, verbunden durch den gemeinsamen Wunsch, die Kunst der chinesischen Tuschmalerei einem globalen Publikum vorzustellen. Die von Hiu Yeung Chan (Transcultural Studies, Universität Heidelberg) kuratierte Auswahl chinesischer Malerei des 20. Jahrhunderts zeigt Werke bekannter Künstler:innen, darunter Qi Baishi, Xu Beihong, Huang Binhong, Li Keran und Liu Guosong, die einflussreiche Beiträge zur Transformation der chinesischen Kunstszene im 20. Jahrhundert leisteten.










Bestellen Sie unsere Ausstellungskataloge, Bücher und Geschenkartikel ganz einfach online
Bestellen Sie unsere Ausstellungskataloge, Bücher und Geschenkartikel ganz einfach online
Die Sammlung digital bietet Ihnen einen offenen virtuellen Zugang zu den Beständen des Linden-Museums Stuttgart. Hier finden Sie detaillierte Informationen, interessante Geschichten und Hintergründe zu Objekten.