Zwei Männer unterschiedlichen Alters, die mit dem Rücken zueinander stehen

Djeliya, mémoire du Mandé

Mo. 2. November, 20 Uhr

 

Spielfilm von Boubacar Sangare im Rahmen der Französischen Filmtage Tübingen/Stuttgart

 

Sékou zieht aus, um die Kunst der mündlichen Überlieferung zu erlernen – und kehrt verändert zurück.

 

Wie schon seine Eltern ist der junge Sékou ein Griot. Er lässt seine Partnerin zurück und bereist Westafrika, um seine Ausbildung zu vollenden. Dabei wird die alte Legende des Mandé-Kaisers Soundiata zu seinem Wegweiser. Seine Reise wirft die Frage auf, ob diese jahrhundertealte Kunst in der modernen Gesellschaft noch ihren Platz hat, und stellt seine Berufung sowie die Harmonie seiner Beziehung auf die Probe. Boubacar Sangaré dokumentarisches Roadmovie gewährt uns einen Einblick in den Reichtum der Mandinka-Kultur und begleitet einen jungen Mann, der entschlossen ist, in die Fußstapfen seines Vaters zu treten und dessen Weg fortzusetzen. »Glücklich, wer da reiste wie Sékou.«

 

Im Anschluss: Gespräch mit dem Regisseur Boubacar Sangaré

 

Boubacar Sangaré, geboren 1985 in Burkina Faso, ist Regisseur, Autor und Jurist mit Spezialisierung auf Film- und Medienrecht. Er studierte Jura und Regie und arbeitete unter anderem beim CNC und bei TV5MONDE. Nach mehreren Kurzfilmen und dem Dokumentarfilm Or de vie (2023) widmete er sich Djeliya, mémoire du Mandé. Der Film feierte 2026 beim Festival Visions du Réel Weltpremiere und erhielt eine Lobende Erwähnung der Jury.

 

Burkina Faso/Elfenbeinküste/Mali/Senegal/Frankreich, 2026, 112 Min., Originalfassung (Mandingo, Französisch) mit englischen Untertiteln

In Kooperation mit:

Eintritt

€ 8