Spielfilm von Mehdi Barsaoui
Was wäre, wenn man plötzlich ein ganz neues Leben anfangen könnte? Aya, Ende zwanzig, lebt noch immer bei ihren Eltern im Süden Tunesiens und fühlt sich in einem Leben ohne Perspektiven gefangen. Jeden Tag pendelt sie zwischen ihrer Stadt und dem Hotel, in dem sie arbeitet. Als der Kleinbus eines Tages verunglückt, erkennt sie, als einzige Überlebende des Unfalls, dass dies ihre Chance sein könnte, ein neues Leben zu beginnen. Aya flieht unter einer neuen Identität nach Tunis und ist entschlossen, ihre neue Realität so lange wie möglich aufrecht zu erhalten, auch wenn dies ein großes Maß an Verdrängung und einige Lügen erfordert. Doch bald holt sie die Vergangenheit ein, als sie zur Hauptzeugin eines Polizeifehlers wird.
Aicha ist Mehdi Barsaouis zweiter Spielfilm nach dem international erfolgreichen A Son (AFF 2019). Großartig verbindet er in seinem neuen Streifen Charakterdrama und Thriller, auch dank der schauspielerischen Leistung der Hauptdarstellerin Fatma Sfar. Aicha wurde 2024 in Venedig ausgezeichnet (Best Mediterranean Film) und lief u. a. in Durban, Rio de Janeiro, London, Sevilla, Goa und Mar del Plata (Bester internationaler Film) sowie beim Red Sea Film Festival.
Tunesien, Frankreich, Italien, Katar, Saudi-Arabien 2024, 123 Min., Originalfassung (Arabisch) mit engl. Untertiteln
Reservierung: Tel. 0711.2022-444, anmeldung@lindenmuseum.de